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JobASSISTENT - Projektion von Potenzialen und Handlungsoptionen für eine nachhaltigere Integration in Arbeit

Wir arbeiten an einem völlig neuartigen Produkt zur Unterstützung von Jobcoaches, Vermittlern und Fallmanagern. Die Idee ist so einfach wie herausfordernd: wir geben Ihnen individuell passende Empfehlungen, die darauf basieren, was tatsächlich und nachweisbar in der Praxis funktioniert. Die Grundlage sind wissenschaftliche Analysen. Profitieren können Jobcenter und Maßnahmeträger - sprechen Sie uns an.

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Kernfrage: was hat sich wirklich bewährt?

Über ein neuartiges IT-Tool (sog. Profiling und Targeting) können Integrationsfachkräfte dabei unterstützt werden, auf Grundlage der fachlichen und nichtfachlichen Charakteristika der Arbeitsuchenden (Alter, Geschlecht, Ausbildung, Lebenspraktische Fähigkeiten, Motivation, körperliche und psychische Belastbarkeit, Interessen, Kompetenzen, etc.) sowie der regionalen Arbeitsmarktsituation diejenigen Maßnahmen auszuwählen, die am wirkungsvollsten sind, um eine möglichst schnelle und nachhaltige Integration in das System Arbeit zu erreichen. Dies erhöht die Effizienz des Ressourceneinsatzes und die Zufriedenheit der Kunden (Arbeitgeber und Arbeitnehmer).

In einem bundesweit angelegten Forschungs- und Entwicklungsprojekt werden die hierzu notwendigen Daten ermittelt und ausgewertet. Im Ergebnis ist es möglich, regional und persönlich passende Empfehlungen zu geben, die auf empirisch bewährten Vorgehensweisen beruhen.

Das Projekt wird wissenschaftlich geleitet von Prof. Dr. Franz Egle (ehemals Fachbereich Arbeitsverwaltung der FH des Bundes für öffentliche Verwaltung und Ehrenpräsident der Hochschule der Wirtschaft für Management HdWM), der zusammen mit Prof. Dr. Tobias Hagen (ehemals Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW, Finanzministerium und Hochschule der Bundesagentur für Arbeit und derzeit Frankfurt University of Applied Sciences) die wissenschaftliche Konzeption entwickelt hat.

Die technologische Basis liefert die Jobnet.AG, die über zehn Jahren Erfahrung in der Verarbeitung und Auswertung großer Datenmengen im Sozialbereich verfügt und in Deutschland zahlreiche Bildungsträger, Jobcenter, Rehaträger etc. mit ihren Softwarelösungen unterstützt.

Beteiligungsmöglichkeiten für Jobcenter

Die wesentlichen technischen und wissenschaftlichen Grundlagen für das Projekt wurden in den vergangenen zwei Jahren gelegt, jetzt ist das Projekt soweit vorangeschritten, dass die Produktentwicklung projektiert wird.

Das FuE-Projekt JobASSISTENT bietet insbesondere Jobcentern jetzt praxisorientierte Beteiligungsmöglichkeiten.

Das gesamte benötigte Instrumentarium zur Verwaltung und zum Profiling steht bereits inklusive der wissenschaftlichen Grundlagen zur Verfügung. Darüber hinaus können bereits jetzt sehr differenzierte Empfehlungen in Bezug auf jede einzelne Person gegeben werden. Ein Instrument dabei ist die JobIMPULS Methode, die bundesweit bei zahlreichen Maßnahmeträgern und Jobcentern im Einsatz ist, siehe Deutschlandkarte.

Ausgangslage

Trotz insgesamt relativ guter Stellenlage und guten Integrationszahlen bei den Kurzzeitarbeitslosen bleibt die Arbeitsmarktintegration von Langzeitleistungsbeziehern eine große Herausforderung für die Jobcenter. Die Gründe sind vielfältig.

Ein wesentliches Problem besteht darin, dass zwar oft aus einem beinahe unüberschaubaren Angebot von Maßnahmen und Interventionen zur Unterstützung ausgewählt werden kann, doch - wer benötigt welche Maßnahme? Was hilft wirklich und was führt vielleicht sogar zur Demotivation? Zudem ist es oft schwierig, die lokale Arbeitsmarktlage einzuschätzen und einen Überblick darüber zu gewinnen, welche alternativen und gleichzeitig realistischen Berufswege möglich sind.

Der Ansatz: es gibt keinen besseren Ratgeber als die Realität

Mit dem Projekt JobASSISTENT wird es möglich, für bestimmte Typen von Maßnahmen sowie für bestimmte Berufsperspektiven eine Prognose für deren Erfolgswahrscheinlichkeit zu liefern. Sie basiert auf realen Daten und stellt insofern keine Hypothese dar, sondern das auf Fakten basierende Resultat dessen, was bei vergleichbaren Fällen gut oder ggf. auch weniger gut funktioniert hat.

Hierzu ist es einerseits notwendig, genau diese Daten zuverlässig und sicher zu erfassen und gleichzeitig die notwendigen statistischen Auswertungen durchzuführen und laufend zu aktualiseren.

Forschungsfragen und SWOT-Analyse basiertes Prognoseinstrument

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SWOT Analyse JobASSISTENT
Die SWOT-Analyse in der Anwendung auf das FuE Projekt.

Genau hier liegen die entscheidenden Forschungsfragen:


Wie können die Vermittlungsfachkräfte in den Jobcentern auf wissenschaftlicher Basis dabei unterstützt werden, für ihre bestehenden Langzeitleistungsbezieher (und Leistungsberechtigte mit hohem Verbleibrisiko, z. B. Flüchtlinge) die wirklich effektiven Maßnahmen auszuwählen? Und für bestehende Maßnahmen die künftigen Teilnehmer, deren Teilnahme notwendig und erfolgversprechend erscheint?


Es geht also im Kern um die Unterstützung durch ein Prognoseinstrument, das es bisher nicht gibt und dessen Entwicklung wegen der hohen Komplexität der Thematik seriös nur auf solider wissenschaftlicher Basis mit einer sehr großen Anzahl an Daten erfolgen kann.


Ein derartiges Prognoseinstrument muss folgende systemische Einflussfaktoren berücksichtigen:

  • Die generellen regionalen Integrationschancen in für den Teilnehmer in Frage kommenden, für die Integration generell aussichtsreich erscheinenden Berufsgruppen („Opportunities“ in SWOT-Analyse)
  • Die relevanten Stärken des Teilnehmers: Fachkompetenzen für diese Berufsgruppen, persönliche Kompetenzen, dynamisch-motivationale Faktoren, Grundhaltungen (Mindframes) („Strengths“ in SWOT-Analyse)
  • Die relevanten Schwächen (integrationserfolgsbehindernd und behebbar/ ausgleichbar) des Teilnehmers („Weaknesses“ in SWOT-Analyse) mitsamt Hilfen zu erfolgversprechenden eng-passkonzentrierten Strategien
  • Die Risiken der Nichtintegration (Verbleibrisiko in der Langzeitarbeitslosigkeit, „Threats“ in SWOT-Analyse)

Die nebenstehende Abbildung zeigt die SWOT-Analyse in der Anwendung auf das FuE Projekt.

Zielsetzung

Ein wichtiges Ziel des Projektes ist die Projektion von Integrationspotenzialen und die Entwicklung von Handlungsoptionen zur nachhaltigeren Integration von SGB II Arbeitsuchenden und Geflüchteten in das System Arbeit“. Dazu trägt die Stärkung der analytischen Fähigkeiten und die Bereitstellung entsprechender Analysemöglichkeiten der Jobcenter bei, die zu einer schnelleren und nachhaltigeren Integration von Arbeitsuchenden in das System Arbeit führen. Dabei steht die Unterstützung der Integrationsfachkräfte in ihrer täglichen Arbeit im Vordergrund.


Abhängig von den individuellen und regionalen Gegebenheiten sollen die für den Integrationserfolg wichtigsten Faktoren mit Hilfe statistischer Verfahren hinsichtlich ihrer Effektstärke quantifiziert werden können, um daraus Anhaltspunkte zu erhalten, wie bereits mit wenigen, aber entscheidenden Maßnahmen nachhaltige Integrationserfolge erzielt werden können, wir nennen es die ressourcenorientierte engpasskonzentrierte Strategie.


Das konkrete Ziel besteht darin, über die Nutzung eines neuartigen IT-Tools für Integrationsfachkräfte (JobASSISTENT) – gegeben die fachlichen und nichtfachlichen Charakteristika der Arbeitsuchenden (Alter, Geschlecht, Ausbildung, Lebenspraktische Fähigkeiten, Motivation, körperliche und psychische Belastbarkeit, Interessen, Kompetenzen, etc.) sowie die regionale Arbeitsmarktsituation – die Maßnahmen auszuwählen, die am wirkungsvollsten erscheinen, eine möglichst schnelle und nachhaltige Integration in das System Arbeit zu erreichen. Dies senkt die Kosten und erhöht die Zufriedenheit der Kunden (Arbeitgeber und Arbeitnehmer).


Im Einzelnen hilft der JobASSISTENT Fallmanagern, Jobcoaches, Arbeitsvermittlern in Jobcentern dabei, gemeinsam mit dem Arbeitsuchenden

  • die erwartete Dauer des Leistungsbezugs ohne Maßnahmeeinsatz und die damit verbundenen Kosten (für verschiedenen staatl. Ebenen) vorherzusagen 
  • aussichtsreiche Wege in den Arbeitsmarkt für die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (eLb) zu finden
  • wenig aussichtsreiche Wege zu vermeiden
  • relevante Ressourcen des Arbeitsuchenden zu erkennen und darauf aufzubauen
  • relevante formelle und informelle Vermittlungshemmnisse zu erkennen, von nicht so relevanten zu unterscheiden und diese mit Coaching (auch über Maßnahmeträger) und gezielte Maßnahmen zu kompensieren bzw. entscheidend zu reduzieren
  • die im Eingliederungstitel vorhandenen Mittel sehr wirtschaftlich einzusetzen: mehr nachhaltige Integrationserfolge bei gegebenem Mitteleinsatz
  • sehr gute Beratungsgespräche mit hoher Verhaltenssicherheit zu führen und systematisch vorzugehen, was auch die Arbeitszufriedenheit und Selbstmotivation stärkt
  • vereinbarte Ziele im Blick zu behalten und zu erreichen

Der JobASSISTENT stellt bewährte und dabei flexible Arbeitsprozesse (Workflows) bereit, die auch kompatibel sind bzw. abgestimmt werden können mit den bei Jobcentern eingesetzten Prozessen der Integrationsarbeit.

Der JobASSISTENT umfasst JobIMPULS (inkl. Stellenmarkt), XSozial-Daten aus den SGB II Fachverfahren, Fallmanagement-Daten und eine regionalspezifische Verbleibstatistik. Eingebunden werden kann auch ein vorhandenes Fallmanagement-Modul mit Maßnahmenmodul sowie ein bereits bei vielen Jobcentern eingesetztes Integrationsprogramm für Arbeits- und Personalvermittlung. Durch die Daten aus der JobIMPULS-Methode stehen auch Informationen bereit, die in Administrativdaten nicht enthalten sind, wie bspw. psychologische Variablen sowie Maße für Kompetenzen und Motivation. 


Abhängig von den individuellen Gegebenheiten werden die für den Integrationserfolg wichtigsten Faktoren mit statistischen Verfahren hinsichtlich ihrer Effektstärke gerankt, um bereits mit wenigen Maßnahmen entscheidende Erfolge erzielen zu können.

Sie möchten sich beteiligen und an dem Projekt mitarbeiten?

Das Projekt JobASSISTENT wird in einer Kooperation mehrerer Projektpartner (Forschungsinstitutionen, Unternehmen, Jobcenter, Bildungsträger etc.) durchgeführt. Konsortialführer ist die Jobnet.AG. Falls Sie als Jobcenter, Bildungsträger etc. eine Beteiligung für interessant ist, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Christoph Wesselmann
phone: +49.30.5770012-10
email: cw@jobnet.ag

Das Profiling mit dem Schlüssel zum regionalen Stellenmarkt

NEU: Persönliche Beratung auf Basis individueller Talente mit passenden Empfehlungen und tagesaktuellen Stellenhinweisen: die JobIMPULS Methode.

Wie funktioniert das?

JobIMPULS Standorte

Die JobIMPULS Methode: persönlich – umfassend – genau. Die JobIMPULS Methode steht für das Profiling der neuen Generation. Sie möchten wissen, wo die JobIMPULS Methode überall schon zur Verfügung steht?

Schauen Sie einfach auf unserer interaktiven Karte.

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